Optrimetrie

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Was ist die Optrimetrie?

Bei der Optrimetrie handelt es sich um eine moderne dreidimensionale lichtoptiche Vermessung der Wirbelsäule in Statik und Funktion. Die Optrimetrie ist eine röntgenfreie Methode.

Des Weiteren wird eine Computeranalyse durchgeführt, welches bei der Erkennung von Fehlhaltungen und/oder Beinlängenunterschieden hilft.

Bei der Optrimetrie werden als Ganzes vermessen die:

  • Gesamtstatistik,
  • Rotation
  • und Derotation der Wirbelsäule.
Aus dem Messdaten errechnet der Computer eine dreidimensionale Darstellung der Wirbelsäule sowie die Achsenabweichungen in allen Ebenen und erfasst sogar Drehfehlstellungen.


Wie wird die Optrimetrie durchgeführt?

Bei der Optrimetrie werden Diaprojektoren eingesetzt, welche über einen Deckenspiegel Messlinien auf den Rücken des Patienten werfen. Durch die projizierten Linien kann man bereits Verformungen und Asymmetrien der Körperoberfläche aufzeigen. Zudem werden über die Markierung der Wirbelkörperdornfortsätze, Abweichungen aus dem Körperlot aufgezeichnet. Hierdurch lassen sich Seitabweichungen der Wirbelsäule, Fehlhaltungen und Rotation des Körpers objektivieren.

Der Patient steht während der Untersuchung auf einer Balanceplatte, die über eine Leuchtdiodenplatte die Einstellung auf einen Gleichgewichtsstand ermöglicht. Im folgenden wird über eine Videokamera und eine angeschlossene Datenbank mit Softwareprogramm, das dreidimensionale Bild des Patienten auf den Untersucherplatz übertragen. Durch die Balanceplatte hat man die Möglichkeit, eine Wirbelsäulenbegradigung zu simulieren. Mit dem Softwareprogramm werden nun Rotations- und Derotationsverhalten der Wirbelsäule und der zu verordnende Beinlängenausgleich errechnet.

Bei der Untersuchung steht der Patient also auf einer hochsensiblen Balanceplatte, welches die Druckbelastung für beide Beine getrennt misst. Diese Platten können separat millimetergenau angehoben oder abgesenkt werden. Dadurch ist die Simulation millimetergenauer Beinlängenunterschiede möglich. Die Ergebnisse werden fotographisch dokumentiert. Zudem werden die veränderte Wirbelsäulenstellung, die veränderte Gewichtsbelastung und die veränderten Körperdrehreaktionen genau erfasst.

Das Ergebnis der Korrektur wird sofort durch die Veränderung des Linienrasters auf dem Rücken des Patienten angezeigt. Sie kann dann per Laserdrucker vor und nach der Korrektur ausgedruckt werden. Man kann dadurch genau ermitteln, welche Anhebungen für den Patienten sinnvoll sind. Fersenanhebungen scheinen mehr die Körperdrehung zu beeinflussen und Gesamtanhebungen eher die Seitabweichung.

Je nach Problematik beträgt die Untersuchungs- und Messzeit etwa 20 bis 60 Minuten. In der Regel sollte 3 bis 6 Monate nach therapeutischer Verordnung eine Kontrollmessung durchgeführt werden.
Letzte Aktualisierung am 29.07.2015.
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