Die Optrimetrie dient primär der Erkennung und Korrektur einer Wirbelsäulenfehlstatik. Dies sollte auch der erste Schritt in der Therapie von chronischen Rückenschmerzen sein. Ursache chronischer Schmerzen sind häufig Fehlstellungen und Fehlhaltungen der Wirbelsäule.
Einsatzgebiete der Optrimetrie:
- Fehlstellungen der Wirbelsäule
- Wirbelsäulenfehlwachstum
- muskuläre Fehlhaltungen
- Verbiegungen oder Verdrehungen der Wirbelsäule (Skoliose)
- Achsfehler der Beine (z.B. X- oder O-Beine)
- Früherkennung von angeborenen und erworbenen Beinlängenunterschieden
- Funktionelle Störungen (z.B. Wirbelgelenkblockaden)
- Statikausgleich nach Versorgung mit künstlichem Hüft- oder Kniegelenk
- Erkennung von Balancestörungen
Eigentlich sollten Haltungsfehler und -schäden bereits im Kleinkindalter diagnostiziert werden, um geeignete Therapien frühzeitig einzuleiten und Folgeschäden zu verhindern. Allerdings ist eine Messung nur bei Kindern ab etwa 7 Jahren praktikabel. Für kleinere Kinder bringt die optische Untersuchung keine verlässlichen Vorteile gegenüber bisherigen klinischen und radiologischen Verfahren.
Vorteile der Optrimetrie
Mit nur einer einmaligen Röntgenanalyse der Knochenstruktur kann jede weitere Strahlenbelastung für den Beinlängenausgleich und insbesondere die meist notwendigen Verlauskontrollen vermieden werden. Zudem können noch die wenigen nötigen Röntgenverlaufskontrollen, die bei einigen Erkrankungen wie der Skoliose erforderlich sind, zukünftig deutlich gestreckt werden.
Dadurch wird natürlich die Strahlenbelastung gerade für Kinder und Jugendliche entscheidend reduziert. Mit der Optrimetrie lassen sich auch klinisch übersehene Becken- oder Gelenkblockierungen recht eindeutig darstellen und dokumentieren.
Wer trägt die Kosten für die Optrimetrie?
Die Kosten für die Untersuchung werden derzeit von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Für die Erstuntersuchung wird in der Regel eine Rechnung von etwa 105 Euro und für die Verlaufskontrollen von etwa 82 Euro gestellt. Die privaten Krankenkassen erstatten die Kosten in voller Höhe.
Hinweise für Patienten
Durch eine Aufrechterhaltung können sie die Rückenschmerzen verringern und dadurch vor allem Spätschäden an der Wirbelsäule vermeiden. Zum Erfolg der Behandlung können Sie auch selbst erheblich beitragen, indem Sie den Schuhausgleich regelmäßig tragen.
In der Anfangsphase bzw. Anpassungszeit sind dabei leichte Beschwerden völlig normal, da sich Muskulatur, Bänder und Sehnen zunächst auf die neue Situation umstellen müssen. Die Haltungsumstellung wird zusätzlich durch die verordnente Krankengymnastik unterstützt.
Letzte Aktualisierung am 14.08.2009.